reflections

Woche 12

Ich habs geschafft. Ich habe mich zusammengerissen. Ich hab mich nach dem Tief letzte Woche wieder ausgerappelt und habe wieder abgenommen.
Für mich ein großer Erfolg, denn wie ich letzte Woche schon geschrieben habe: Ich kann nicht gut mit Misserfolg umgehen.
Allerdings befürchte ich, ich brauche eine neue Waage, denn wenn ich mich 4 mal hintereinander drauf stelle bekomme ich 4 unterschiedliche Ergebnisse. Teilweise mit ziemlich großen Schwankungen. Aber naja. Ich hab mich logischerweise für meine Psyche für den niedrigsten Wert entschieden
So war ich dann am Freitag bei einer Gesamtabnahme von 10,5 kg.
Heute war ich noch mal auf der Waage, denn es kühlt langsam wieder ein wenig runter nach den heißen Tagen. Und ich weiß von mir, dass ich bei Hitze gerne mal ein wenig bis ein wenig mehr Wasser im Gewebe einlagere. Heute war ich dann schon bei 11,3 kg. Es läuft also wieder.

Ansonsten stand diese Woche sehr unter dem Thema "Bewegung" und neue Muster üben.

Ich habe hier noch nicht erzählt, dass ein Grund weshalb ich vor 12 Wochen angefangen habe der war, dass ich endlich wieder klettern gehen wollte. Ja, klettern, so richtig mit Gurt und steil die Wand hoch. Absurd bei meinem Gewicht? Möglich. Aber ich liebe es.
Letztes Jahr war ich mit der helfenden Mutter bei meiner ausgewanderten besten Freundin in der Schweiz. Beide klettern schon lange. In der Halle und draußen. Und ich wollte das schon lange mal ausprobieren. Die Mutter hat nach stundenlangem suchen im Internet tatsächlich einen Gurt gefunden, in den ich reinpasse (gar nicht mal so einfach. Die Nachfrage scheint da einfach nicht so groß zu sein)
Und dann sind wir zum Ende unseres Urlaubs in die Berge gefahren und ich war das erste Mal am Fels. Und es war Liebe.
Nach dem Urlaub sind die Mutter und ich dann jede Woche in der Halle klettern gewesen.
Emotional manchmal gar nicht so einfach. Denn man kann sich an 2 Fingern ausrechnen, dass nicht viele Menschen mit meinem Kaliber in so einem Sport anzutreffen sind.
Leider habe ich gegen Ende des Jahres dann angefangen noch mal zuzunehmen und das Klettern klappte irgendwann nicht mehr wirklich gut. Statt Trainingsfortschritt nur noch Rückschritte. Und dann haben wir aufgehört.
Aber es fehlt mir. Ich habe eigentlich ein anderes Ziel. Ich will irgendwann in der Lage sein auch mittelschwere bis schwere Routen klettern zu können und ich will draußen Klettern. Ich träume von Kletterurlauben und den Bergen, denn hach, in den Bergen gehts mir wirklich wirklich gut! Aber mit so viel Gewicht kann man die Berge einfach nur so halb genießen.
Also war dieser Wunsch und dieser Traum eine große Triebfeder für den Anfang.
Und letzte Woche waren die helfende Mutter und ich endlich mal wieder in der Halle. Und es lief wirklich gut.
An der Wand habe ich dann auch tatsächlich mal den Unterschied gespürt. Denn zurzeit ist es meistens leider noch so, dass ich mich mit jedem Kilo das ich abnehme immer dicker fühle.

Und sonst so? Habe ich mich tatsächlich im Fitnessstudio angemeldet. Und zwar einem mit Rundumpaket. Mit Geräten, Kursen, Schwimmbad und Sauna.
Und ich glaube, ich habe auch die perfekte Trainerin erwischt. Gestern schon schwimmen gewesen und nächste Woche werde ich mir das Kursprogramm anschauen. Danach die Woche wird dann mein Trainingsplan erstellt. Aber dazu ein andermal mehr.

Und auch der Sache mit den Mustern widme ich lieber einen eigenen Beitrag.

9.6.13 12:34, kommentieren

Die Haut, die Haut

Ok, kommen wir zu meinem größten Angstpunkt überhaupt: Was wird aus meiner Haut?

Vor ein paar Tagen habe ich lange mit meiner Kindergartenfreundin gesprochen, die mit Hilfe eines Magenbands irrsinnig viel abgenommen hat. Sie war kürzlich bei einem Chirurg um sich über die Haut-OP zu informieren. Denn sie braucht sie auf jeden Fall.
Und ganz ehrlich? I'm scared to death!
Das Hautthema ist ein wirklich beängstigender, entmutigender und destruktiver Part in dieser ganzen Geschichte.
So sehr ich auch hoffe, dass meine Haut die ganze Scheiße mitmacht, eigentlich weiß ich, dass die Chancen dafür gegen 0 gehen.
Und ich werde die Stimme im Hinterkopf nicht los, die immer wieder flüstert: "Lass es lieber."
Denn was liegt auf meinem Weg? Bevor es besser wird, wird es erstmal schlimmer. Viel viel schlimmer. Jetzt gucke ich in den Spiegel und sehe eine übergewichtige Frau. Aber eine mit Kurven. Vielen und großen Kurven, ja. Aber Kurven. In ein paar Monaten würde ich in den Spiegel sehen und sähe eine Frau mit sehr viel Haut. Eine mit einem zerbombten Körper.
Und die OP ist der Horror. Und es ist nicht nur eine. Im besten Falle sind es drei. Mit Schmerzen, denen mit Schmerzmittel kaum beizukommen ist.
Und ich werde den Gedanken nicht los, dass ich es verbockt habe.
Und zwar gründlich.
Ich hab mir mein Leben verbockt.
Meistens schaffe ich es, den Gedanken beiseite zu schieben.
Und dann gibt es Momente, wie jetzt grade, in denen ist mir einfach schlecht vor Angst.

Und dann reiße ich mich zusammen und denke, dass es eben nicht nur darum geht, toller auszusehen.
Es geht mir auch darum, alt zu werden. Es geht mir darum, gesund zu werden/zu bleiben. Es geht mir darum, am Leben teil haben zu können.
Und ich hoffe einfach noch drauf, dass der Stolz über den Erfolg, die Enttäuschung über alles, was ich verloren habe, überwiegen wird. Dass der Stolz die Angst überwinden wird.

Aber heute habe ich einfach nur Angst.

31.5.13 13:14, kommentieren

Woche 11

Hier ist es also. Das erste Tief. Ich habe das erste mal nicht abgenommen oder mein Gewicht gehalten. Zugenommen hab ich. Nicht viel. Aber zugenommen. 400 Gramm.
Ich denke, ich weiß auch, woran es lag. Nachdem ich die 10-Kilo-Grenze geknackt hatte, ging es nur noch ums Abnehmen. Ich hatte Blut geleckt und wollte mehr. Ich wollte, dass es jetzt ganz schnelle geht. Ich bin ungeduldig geworden und hab mich dabei gleichzeitig aus dem Blick verloren.
Ich habe beim Aufschreiben der Punkte geschludert. Ganz unter dem Motto "Ich weiß schon, wie viel ich essen kann". Und habe nicht gut für mich gesorgt. Ich habe viel zu wenig frisches Gemüse gegessen. Und ich kann bei keinem der Tage mit Sicherheit sagen, ob ich genug getrunken habe oder genug gute Fette zu mir genommen hab.
Ich habe auch meinen Wochenplan komplett aus dem Blick verloren und kaum das gekocht, was ich eigentlich kochen wollte. Und plötzlich den totalen Hunger auf große Mengen Nudeln.

Jetzt wird sich zeigen, wie ernst mir das Ganze wirklich ist. Denn mit Scheitern konnte ich noch nie gut umgehen. Gar nicht gut.
Dann kommen so bescheuerte Sachen wie "sich mal was gönnen zum Trost" und so. Und ich mache mich fertig. Da bin ich richtig gut drin. "Kein Wunder...", "Is ja immer so..." "Du machst dich ja nur lächerlich", "Sei froh, dass du es so wenig Leuten erzählt hast, dann wirds auch nicht so peinlich, wenn du das jetzt alles wieder zunimmst".
Das wären jetzt so ein paar klassische Sätze.
Aber ich will das alles ja eben nicht wie immer machen.
Was habe ich davon, wenn ich mich jetzt auch noch fertig mache?

Was also könnte ich mir sagen, wenn ich mit einem milden Blick auf mich und die letzte Woche schaue?
Es ist nicht das Ende der Welt sondern 400 Gramm.
Heut ist der Anfang einer neuen Woche. Die letzte Woche liegt hinter dir und ist nicht mehr relevant. Ja, vielleicht ist es das.
Die vergangenen Wochen einfach hinter sich lassen. Und jeder neuen Woche wieder frisch und unbelastet zu begegnen.
Ich kann die letzte Woche nicht mehr ändern. Sie ist vorbei.
Sie hat mich im besten Falle etwas gelehrt.
Aber auch wenn nicht. Die neue Woche hat begonnen. Punkt. Nach vorne schauen und nicht zurück.
Manchmal denke ich, ein wenig Zen-Buddhismus würde mir ganz gut tun. Ein wenig mehr Milde mit mir selbst. Ein wenig mehr im Jetzt als in Vergangenheit und Zukunft. Denn nur im Jetzt kann ich handeln.
(Klingen tut das ja gut. Jetzt müsste ich nur noch ein wirkliches Gefühl dazu entwickeln...)

31.5.13 11:36, kommentieren

Woche 10

Ich bin so stolz! Woche 10 ist rum und ich habe es geschafft. Ich bin jetzt bei einer Gesamtabnahme von 10,1 kg! Jetzt bin ich also wieder voll im Rahmen, den ich mir selber gesteckt habe.
Ich bin stolz auf mich, weil die letzten 10 Wochen für mich sehr untypisch waren.
Kontinuität, Disziplin, Einsatz ohne direkte Belohnung. Normalerweise nicht wirklich Eigenschaften die ich mitbringe.
Und auch wenn ich die letzten Wochen relativ kontinuierlich abgenommen habe, hat es sich dennoch die ganze Zeit nicht wirklich so angefühlt, als würde wirklich was passieren.
1 Kilo ist bei einem Gewicht, wie ich es seit Jahren mit mir rumschleppe, einfach so verschwindend gering, dass ich es nicht wirklich bemerke. Ich sehe auf der Waage, dass sich etwas tut. Aber ich spüre es eigentlich nicht. Trotzdem weiter zu machen war und ist die Herausforderung.
Und ich denke immer wieder, dass hier die Challenge das ist, was mich am Laufen hält. Dabei zu bleiben. Das war in den letzten Wochen die eigentliche Belohnung.
Dass ich noch nicht so wahnsinnig viel erreicht habe, dass ich noch einen weiten Weg vor mir hab, zeigt mir allein schon, dass bisher niemand bemerkt hat, dass ich abgenommen habe.
Ich bin gespannt, wie viel es werden muss, bis der erste stutzig wird.
Aber ICH merke es so langsam. Meine Hosen werden langsam weiter. Meine Jacken. Ich werde wieder etwas beweglicher.
An Umfang habe ich zusammengerechnet (Taille, Hüfte, Oberschenkel und Oberarm) bisher 30 cm abgenommen.
Ja, ich bin stolz.
Aber Angst mischt sich auch darunter.
Denn ich befürchte: So geringer der Leidensdruck wird, desto schwerer wird es weiter zu machen.
Bisher habe ich darauf hingearbeitet, dass ich mich wieder wohler fühle. Aber irgendwann wird der Punkt kommen, an dem ich auf etwas hinarbeite, was außerhalb meiner Vorstellung liegt. Ich habe nicht den blassesten Schimmer, wie es ist, schlank zu sein. Wie sich das anfühlt. Ich weiß nicht, wie es ist, zu laufen, ohne dass die Oberschenkel aneinander reiben. Ich weiß nicht, wie es ist, eine Treppe hoch zu laufen und nicht außer Atem zu kommen. Ich weiß das alles nicht. Und ich befürchte, dass es schwerer ist, auf etwas hinzuarbeiten, von dem man keinen Begriff hat, als auf etwas hinzuarbeiten, was man schon kennt und wieder haben möchte.
Bleibt nur zu hoffen, dass bis dahin noch so viel Zeit vergeht, dass meine Gewohnheiten sich schon so geändert haben, dass es quasi eine Art Selbstläufer wird.

24.5.13 09:46, kommentieren

Notfallplan

Also es ist ja nicht von der Hand zu weisen, dass ich esssüchtig bin. So viel legt man nicht aus reiner Freude über Geschmacksvielfalt und Genuss zu. In den letzten 9 Wochen hatte ich erstaunlich wenig damit zu kämpfen. Ich hatte zwischendurch Schwierigkeiten Maß zu halten, das ja. Ich habe über mich selbst gelernt, dass ich leckeres Essen schwer stehen lassen kann, nur weil ich satt bin. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Dann habe ich eben weniger gekocht. Übe mich im Kochen von 1 Portion. Regele mich quasi runter.
Was ich aber noch nicht hatte in den letzten Wochen ist das Suchtmonster, das mein Denken beherrscht und mir die Kontrolle aus der Hand reißen will.
Bis gestern.
Und das hat dann wirklich rein gar nichts mehr mit Genuss zu tun. Das ist eine selbstzerstörerische Kraft. Ich will mir schaden. Ich will mich bestrafen. Das sind Momente, in denen ich überfordert bin und mich schrecklich in meiner Haut fühle.
Ich weiß nicht, ob ich jetzt die richtigen Worte finde, um das zu beschreiben.
Es gibt Tage an denen ist unter Menschen sein ein Spießrutenlauf. Da kann ich nicht gut ausblenden, dass ich angestarrt werde und fühle mich verurteilt. Ich versuche, nicht aufzufallen. Ich will nicht im Fokus stehen, mir gelingt dann die Flucht nach vorn nicht. Das Kinn hoch nehmen und Selbstbewusstsein ausstrahlen geht einfach nicht. Ich will dann nur noch nach Hause, die Tür zu machen und Schutz im Alleinsein finden. Ich hab Angst vor fiesen Kommentaren, weil sie einfach immer verletzen, so sehr man auch versucht, sie an sich abprallen zu lassen. Oder versucht, sich einzureden, dass es einem egal sein kann, was andere von einem denken.
Aber ganz ehrlich? Ich halte den Spruch für Blödsinn. Wir sind Herdentiere. Und was in solchen Momenten ja passiert, ist dass einem quasi gesagt wird, dass man nicht zur Herde gehört. Und in dem Moment geht es an die Existenzangst. Ohne Schutz der Herde ist ein Tier im Ernstfall verloren.
Ich fühle mich dann wie ein Versager. Ich bin falsch, ich bin allein. Und ich bin selber schuld.
Und Essen ist Strafe. So bescheuert das von Außen klingen mag. So wenig nachvollziehbar das ist. Weil es so ein Teufelskreis ist. Ich wünschte, ich könnte es erklären. Aber ich kann es (noch?) nicht.
Ich realisiere nur, dass es so ist.
Gestern hat es mich das erste Mal eingeholt. Und ich musste den ganzen Weg von der Bahn nach Hause mit mir kämpfen. Der innere Drang, an meiner Haustür vorbei und direkt zum Supermarkt zu gehen und alles zu kaufen, was ich in den letzten Wochen nicht wollte und brauchte und dann in mich reinzustopfen war unglaublich mächtig.
Ich bin stark geblieben aber ich habe mich unfassbar süchtig und krank im Kopf gefühlt.
Mir war bewusst, dass es die Situation unter Menschen zu sein war. Also habe ich mit mir verhandelt. Geh heim. Zieh dir Einkuschel-wohlfühl-Klamotten an (quasi eine Hürde einbauen um "spontanem" impulsiven doch-noch-schnell-was-einkaufen entgegen zu wirken), mach dir einen Kaffee, setz dich an deinen Tisch und komm erstmal runter. Und wenn das Bedürfnis trotz Sicherheit nicht weg geht, dann können wir neu verhandeln, habe ich zu mir gesagt.
Meine Regeln haben mir auch geholfen, denke ich. Es ist nicht Einkaufstag. Der Supermarkt ist tabu, ging mir durch den Kopf.
Und ein Glück hat es funktioniert. Was aber, wenn es mal nicht funktioniert? Was, wenn der Spießrutenlauf zu schlimm war? Gestern hat mich niemand beleidigt oder angegriffen. Gestern war das alles nur in meinem Kopf und trotzdem hat es gereicht, das Monster fast von der Leine zu lassen.
Was, wenn ich keine Rückzugsmöglichkeit habe? Wenn ich nicht grade auf dem Heimweg bin?
Mein bester Freund kam gestern spontan auf die Idee eines Ohrwurms, um diesen Gedankenstrudel zu unterbrechen und dem auch Konter zu bieten.
Im ersten Moment dachte ich nur, was das für ein Blödsinn sein soll. Im zweiten Moment dachte ich, das ist so abstrus, das könnte glatt funktionieren. Musik liegt so nahe. Ich singe viel, Musik hilft mir immer. Musik hat so einen extremen Einfluss auf meine Stimmung.
Jetzt bin ich auf der Suche nach einem guten Theme-Song. Einem Lied, das die richtige Energie mitbringt, um mich zu stärken und wieder positiver zu fühlen.
Ich bin gespannt, ob es funktioniert.

17.5.13 09:52, kommentieren

Woche 8 und 9

Letzte Woche so im Stress gewesen, dass ich es jetzt den Wochenrückblick im Doppelpack gibt.
Mir fällt besonders auf, dass ich jede Woche das Gefühl habe, nichts abgenommen zu haben und wirklich Sorgen vor dem Wiegetag habe. Mir kommt es so vor, als würde ich schwerer werden mit jedem Kilo das ich abnehme.
Ich schätze, dass es an verschiedenen Dingen liegt. Zum einen nehme ich so langsam ab (was ja auch so geplant ist) und konzentriere mich gleichzeitig so sehr auf mich und das Vorhaben, dass ich mit jeder Woche mehr wahrnehme, wie weit ich es eigentlich habe kommen lassen.
Denn das perfide ist ja, dass ich mich jahrelang nicht gefühlt habe, als würde ich 130 Kilo wiegen. Mehr so wie 80 oder 90. Wenn mir nicht grade ein Spiegel begegnet ist, konnte ich die Ausmaße schon mal vergessen. Die Zeit ist jetzt (meistens) vorbei. Die Realität hat mich eingeholt.
Ein anderer Grund ist mit Sicherheit, dass sich die ganze Sache noch sehr brüchig anfühlt. 9 von 52 Wochen sind geschafft. Aber ich traue mir noch nicht wirklich über den Weg. Ich verdächtige mich, mich selbst zu sabotieren. Gut mit mir umzugehen ist ja nun kein Konzept der letzten Jahre gewesen...
Ich bin also gespannt, wie viel ich schaffen muss, bis sich langsam ein wenig Vertrauen in mich und meine Durchhaltefähigkeit einstellt.
Aber: Ich habe abgenommen. 1,3 in Woche 8 und 0,5 in Woche 9. In der Gesamtbilanz "hänge ich ein wenig hinterher". Mir fehlen 1,1 Kilo um wieder in meinem 1 Kilo/Woche-Plan zu sein. Aber das ist ok. So lange die Tendenz nach unten geht, werde ich mich nicht beschweren und versuche, mich nicht noch verrückter zu machen.
Und auch an Umfang nehme ich fleißig weiter ab. Und das irritiert mich am meisten. Denn ich habe eher das Gefühl, als würden meine Klamotten immer enger werden. Da widerspricht mir die helfende Mutter aber gehörig. Schauen wir mal.

17.5.13 08:50, kommentieren

Fisch

Fisch ist gesund. Fisch ist gut für dich. Tja.
Es ist nicht so, dass ich keinen Fisch mag. Aber ich weiß kochtechnisch meist nicht viel damit anzufangen. Ich hab da einfach keine Übung.
Also versuche ich mich jetzt zwischendurch an einfachen aber leckeren Fischrezepten.
Vor ein paar Tagen hab ich eins beim Fernsehgucken entdeckt und beschlossen, das auszuprobieren:
Einen Fisch-Gemüse-Auflauf mit Kartoffel-Parmesan-Püree.
Und: Ich war unglaublich begeistert!!
Da ich mich nicht mehr an alle Zutaten usw. erinnern konnte, hab ich es einfach nach Gefühl gemacht. Hier mein Rezept, für die, die es ausprobieren wollen:

(Für 1 Person, aber gut große Menge)
Für die Gemüseeinlage:
1 Möhre
1/2 Paprika
1 kl. Zucchini
6 Cocktailtomaten
Wasser
Tomatenmark
1 Lorbeerblatt
etw. frische gehackte Petersilie
grobes Meersalz mit Kräutern der Provence (ich hab da so eine fertige Mischung vom Al.di-Aktionswahre)
Pfeffer

Fürs Püree:
4 Kartoffeln (oder 6-7 kleine Drillinge-das wars in meinem Fall)
30 Gr. geriebenen Parmesan (am besten frischer)
Salz
Muskat

Und natürlich Fisch
(ich habe TK-Seelachsfilet natur genommen - 2 kl. Filets; aber ich glaube, da kann man sich ziemlich austoben)

Zubereitung:
*Ofen vorheizen auf ca. 170° Umluft
*Als erstes die Kartoffeln je nach Größe halbieren oder vierteln und im Salzwasser schon mal aufsetzen, denn ich brauchen am längsten (ich schäle sie nicht, weil in der Schale die guten Sachen sind! )
*Möhre und Zucchini in dünne Scheiben schneiden, Paprika würfeln, Cocktailtomaten vierteln
*alles mit 1 Tl. Rapsöl oder Olivenöl (je nach Geschmack, aber pflanzlich sollte es sein) in eine große Pfanne geben und ein wenig anbraten
*Wasser angießen. Nicht zuviel. So, dass der Pfannenboden gut bedeckt ist. Guten Schuss Tomatenmark dazu, Lorbeer rein, Salz, Pfeffer und die Kräuter. Das Ganze köcheln lassen, so dass die Soße etwas eindicken kann und das Gemüse weicher wird. Petersilie erst kurz vor Schluss dazu. (bevor man mit dem Püree beginnt z.B.)
Das Gemüse muss nicht gar sein, es kommt ja nochmal in den Ofen! Sonst wird's nachher alles zu matschig
*Kartoffeln, wenn sie gar sind, mit einem (wirklich) kleinen Schuss Milch und dem Parmesan pürieren oder stampfen und mit ein wenig Muskat würzen.

*So: jetzt eine kleine Auflaufform.
Lorbeerblatt entfernen.
Dann erst die Hälfte von der Gemüsepfanne auf dem Boden verteilen. Dann die gefrorenen Fischfilets (oder frischen, wenn man hat. Ich hab meistens nicht. Hier in der Gegend gibt es nirgends frischen Fisch) auf das Gemüsebett legen. Die zweite Hälfte der Gemüsepfanne darauf verteilen. Das Püree als Abschluss oben drauf. Im Originalrezept wird das Ganze mit einem Spritzbeutel oben aufgetragen (so siehst das ganze sehr hübsch aus). Ich besitze aber leider keinen und mein Püree ist auch ein wenig zu flüssig geworden.
Es schmeckt aber genauso hervorragend, wenn man das Püree einfach drauf packt und ausstreicht.

Das Ganze jetzt nur noch für ca. 20 Minuten in den Ofen, bis das Püree leicht knusprig bräunlich geworden ist.

Ich garantiere: Es schmeckt himmlisch!!

Und hier noch ein paar Fakten zum Parmesan:
Parmesan ist eigentlich immer mein Käse der Wahl, denn es reichen kleine Mengen für einen guten Käsegeschmack und er ist bringt gutes mit sich: Er enthält auf 100 g ca. 1400 mg Calcium. (Erwachsene sollten auf 1000 mg täglich kommen) Mit 30 g hat man also schon fast die Hälfte intus. Zudem wirkt er blutdrucksenkend. Viele gute Argumente

4.5.13 12:31, kommentieren



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung