reflections

Woche 10

Ich bin so stolz! Woche 10 ist rum und ich habe es geschafft. Ich bin jetzt bei einer Gesamtabnahme von 10,1 kg! Jetzt bin ich also wieder voll im Rahmen, den ich mir selber gesteckt habe.
Ich bin stolz auf mich, weil die letzten 10 Wochen für mich sehr untypisch waren.
Kontinuität, Disziplin, Einsatz ohne direkte Belohnung. Normalerweise nicht wirklich Eigenschaften die ich mitbringe.
Und auch wenn ich die letzten Wochen relativ kontinuierlich abgenommen habe, hat es sich dennoch die ganze Zeit nicht wirklich so angefühlt, als würde wirklich was passieren.
1 Kilo ist bei einem Gewicht, wie ich es seit Jahren mit mir rumschleppe, einfach so verschwindend gering, dass ich es nicht wirklich bemerke. Ich sehe auf der Waage, dass sich etwas tut. Aber ich spüre es eigentlich nicht. Trotzdem weiter zu machen war und ist die Herausforderung.
Und ich denke immer wieder, dass hier die Challenge das ist, was mich am Laufen hält. Dabei zu bleiben. Das war in den letzten Wochen die eigentliche Belohnung.
Dass ich noch nicht so wahnsinnig viel erreicht habe, dass ich noch einen weiten Weg vor mir hab, zeigt mir allein schon, dass bisher niemand bemerkt hat, dass ich abgenommen habe.
Ich bin gespannt, wie viel es werden muss, bis der erste stutzig wird.
Aber ICH merke es so langsam. Meine Hosen werden langsam weiter. Meine Jacken. Ich werde wieder etwas beweglicher.
An Umfang habe ich zusammengerechnet (Taille, Hüfte, Oberschenkel und Oberarm) bisher 30 cm abgenommen.
Ja, ich bin stolz.
Aber Angst mischt sich auch darunter.
Denn ich befürchte: So geringer der Leidensdruck wird, desto schwerer wird es weiter zu machen.
Bisher habe ich darauf hingearbeitet, dass ich mich wieder wohler fühle. Aber irgendwann wird der Punkt kommen, an dem ich auf etwas hinarbeite, was außerhalb meiner Vorstellung liegt. Ich habe nicht den blassesten Schimmer, wie es ist, schlank zu sein. Wie sich das anfühlt. Ich weiß nicht, wie es ist, zu laufen, ohne dass die Oberschenkel aneinander reiben. Ich weiß nicht, wie es ist, eine Treppe hoch zu laufen und nicht außer Atem zu kommen. Ich weiß das alles nicht. Und ich befürchte, dass es schwerer ist, auf etwas hinzuarbeiten, von dem man keinen Begriff hat, als auf etwas hinzuarbeiten, was man schon kennt und wieder haben möchte.
Bleibt nur zu hoffen, dass bis dahin noch so viel Zeit vergeht, dass meine Gewohnheiten sich schon so geändert haben, dass es quasi eine Art Selbstläufer wird.

24.5.13 09:46

Letzte Einträge: Woche 13, Nachträge, Oh, die Hormone, Vergesslichkeit, Himmel..., Woche XY

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